Partition online mit parted vergrößern

Ubuntu installiert das Physical Volume bei der Erstinstallation in eine separate (zweite) Partition, da die erste Partition ohne LVM für /boot eingerichtet wird:

Hat man bei der Ersteinrichtung zu knapp gedacht, kann es passieren, dass die root-Partition vollläuft:

Wenn man jetzt für die VM die Festplatte vergrößert, ändert das leider nichts am Dateisystem, da die Partition und damit das LVM Physical Volume gleich groß geblieben ist:

Jetzt also der große Moment, die benutzte Partition online zu vergrößern, ohne dass die vorhandenen Daten Schaden nehmen. Dazu eignet sich hervorragend parted (auch ohne GUI = gparted). Dazu kann man den dialoggesteuerten Modus starten und sich erst mal ein paar Informationen anzeigen lassen:

Wenn standardmäßig ein anderes, als die gewünschte Partition verwendet wird, muss man mit select erst in die entsprechende wechseln. Mit unit kann man mit unterschiedlichen Speichergrößen arbeiten. Wer jetzt versucht die Partition mit resizepart zu vergrößern, wird meistens scheitern, weil die Umrechnungen der Anzeige zu ungenau sind, um sie in den Änderungsangaben zu verwenden:

Also erst einmal die Einheiten auf absolute Werte wie Sektoren einstellen und noch einmal versuchen. Da man sich diese auch so anzeigen lassen kann, kann man sich den Wert prima kopieren:

Zeigt man sich dann das Ergebnis mit den vorherigen Einheiten an, erkennt man auch die Vergrößerung und kann das Programm verlassen:

Jetzt nur noch das LVM Physical und Logical Volume und das Dateisystem der gewünschten Partition vergrößern und fertig:

Ergebnis: root-Partition vergrößert, ohne das System offline zu nehmen und ohne Daten zu verlieren.

 

IPFire Webseite zeitweise auf red freischalten

Ich benutze gerne IPFire, um mal schnell ein Testnetz aufzusetzen. Das red-Interface kommt dann ins vorhandene Gästenetz und das green-Interface stellt das Testnetz dar. Da das Testnetz aber noch keine Computer hat, habe ich nach der Installation keine Oberfläche, um ipfire konfigurieren zu können, da diese standardmäßig nur vom green-Interface aus erreichbar ist. Das kann man aber über einen Einzeiler zeitweise (bis zum nächsten Neustart) ändern, um die Konfiguration über die Management-Oberfläche vornehmen zu können.

Dazu muss man:

  • die IP seines eigenen PCs oder Netzwerkes (hier: 192.168.1.77) und
  • die IP des red-Interfaces der IPFire-Installation (hier: 192.168.0.101) wissen.

Seine eigene IP-Adresse bekommt man über den Befehl ipconfig in einer Kommandozeile unter Windows heraus:

Dann kann man sich mit dem bei der IPFire-Installation vergebenen Root-Kennwort an der Konsole anmelden und einen iptables-Eintrag vornehmen, der die https-Managment-Webseite auf dem red-Interface freischaltet.

warnung Das sollte man natürlich nur bei internen Netzwerken machen! Wer ipfire als Internet-Zugangsrouter verwendet, schaltet das Management damit in das Internet frei!

Erklärung der Parameter:

  • iptables = das Firewall-Programm
  • -A INPUTFW = die Firewall-Kette, in die diese Ausnahme eingetragen wird (werden muss)
  • -s 192.168.1.77/32 = der eine Host (/32) mit der IP 192.168.1.77, der diese Ausnahme nutzen darf (alternativ schaltet man das ganz Sub-Netz frei: -s 192.168.1.0/24)
  • -d 192.168.0.101/32 = die IP-Adresse des red-Interfaces der ipfire-Installation
  • -p tcp -m tcp = es wird das TCP-Protokoll benutzt
  • –dport 444 = der Port, der auf dem red-Interface freigeschaltet wird (standardmäßig verwendet ipfire für das Management per https diesen Port)
  • -j ACCEPT = Datenpakete auf einer Verbindung mit diesen Einschränkungen zulassen.

infoDa diese Konfiguration live vorgenommen und nicht abgespeichert wird, ist diese nach einem Neustart nicht mehr vorhanden! Das ist so gewollt, da die vollständige Konfiguration danach über das Web-Interface erfolgen kann.

Netzwerk-Kategorie in Windows Server 2012 R2 ändern

In Windows Server 2012 R2 ist es leider nicht mehr so einfach über die Oberfläche möglich die Einstufung der Netzwerk-Kategorie zu ändern, wie dies noch unter Windows 7 möglich ist (siehe hier bei TippScout).

Für das #-Zeichen muss der verwendete Index-Wert angegeben werden, den man aus der Ausgabe des ersten Befehls bekommt:

W2k12R2_SetNetConnectionCategory

Danach ist das Netzwerk entsprechend eingestellt …

W2k12R2_NetConnectionCategory

… und es funktioniert auch wieder die Remote-Desktop-Verbindung.

Danke Heiko

 

Gesperrte Versteckt (Hidden) Option auf Ordner entfernen

Nach einem Kopiervorgang mit robocopy kann es passieren, dass der Versteckt-Haken im Zielordner gesetzt und für das Entfernen deaktiviert ist. Mein erster Fund war bei MediaMill Blog. Leider brachte das noch keinen Erfolg, weil sich die Optionen für attrib (hier Server 2008 R2) inzwischen geändert haben.

Die bisherige Syntax wurde immer mit einem Fehler quittiert:

Inzwischen muss man die Option /D angeben, damit auch Ordner berücksichtigt werden.

Damit wird der Haken entfernt und der Ordner ist wieder sichtbar.

T-SQL Array-Variablen deklarieren

Manchmal braucht man mehr als einen Wert in einer Variable. Dann kann man diese auch als Tabelle definieren:

Die Variablen kann man dann über Standard-Statements befüllen und abfragen:

Verwendung der Variable in WHERE-Klausel:

Veröffentlicht in MSSQL

Regular Expressions

Das ist eine Zusammenfassung für von mir häufig benötigten Regular Expressions. Ausdruck Bedeutung

Datei-Sets umbenennen

Wenn viele Dateien automatisch erzeugt werden, habe sie meistens auch einen gleichlautenden Namen. Z.B.:

Möchte man diese alle nach einem gleichlautenden Muster umbennen kann das je nach Menge ganz schön aufwendig werden. In dem gezeigten Fall möchte ich mit dem Datum beginnen und die Kalenderwoche nach hinten verschieben. Für den Linux-Admin gibt es da den Befehl mmv aus dem gleichnamigen Debian-Paket:

Dabei repräsentieren die Bezeichnungen „#1“ und „#2“ im zweiten Teil des Befehls die entsprechenden Sternchen-Bereiche (in der Reihenfolge des Auftretens) aus dem ersten Teil des Befehls.

ls-Ausgabe nach dem Befehl:

Größe von Ordner ermitteln

PMachmal sucht man nach Speicherfressern. Dann kann man sich über die folgende Zeile die Größe aller Unterordner des angegebenen Ordners (hier am Beispiel „var“) anzeigen lassen:

Diese sucht im angegebenen Ordner nach Unterordnern aber nur eine Ebene und führt für jedes Ergebnis eine Größenberechnung per „du“ durch.

Prozesse mit hoher CPU-Last ermitteln

Da die Ausgabe von „top“ nicht immer die gewünschten Informationen liefert, kann man sich die Prozesse mit hoher CPU-Last auch über „ps“ mit Sortierung anzeigen lassen:

Damit werden alle Prozesse, aber nur die angegebenen Parameter angezeigt, nach Spalte aufsteigend sortiert und die letzten 10 Zeilen wiedergegeben. (Danke an René)

Wer möchte, kann sich das ganze auch als Alias in seine .bashrc eintragen.