Partition online mit parted vergrößern

Ubuntu installiert das Physical Volume bei der Erstinstallation in eine separate (zweite) Partition, da die erste Partition ohne LVM für /boot eingerichtet wird:

Hat man bei der Ersteinrichtung zu knapp gedacht, kann es passieren, dass die root-Partition vollläuft:

Wenn man jetzt für die VM die Festplatte vergrößert, ändert das leider nichts am Dateisystem, da die Partition und damit das LVM Physical Volume gleich groß geblieben ist:

Jetzt also der große Moment, die benutzte Partition online zu vergrößern, ohne dass die vorhandenen Daten Schaden nehmen. Dazu eignet sich hervorragend parted (auch ohne GUI = gparted). Dazu kann man den dialoggesteuerten Modus starten und sich erst mal ein paar Informationen anzeigen lassen:

Wenn standardmäßig ein anderes, als die gewünschte Partition verwendet wird, muss man mit select erst in die entsprechende wechseln. Mit unit kann man mit unterschiedlichen Speichergrößen arbeiten. Wer jetzt versucht die Partition mit resizepart zu vergrößern, wird meistens scheitern, weil die Umrechnungen der Anzeige zu ungenau sind, um sie in den Änderungsangaben zu verwenden:

Also erst einmal die Einheiten auf absolute Werte wie Sektoren einstellen und noch einmal versuchen. Da man sich diese auch so anzeigen lassen kann, kann man sich den Wert prima kopieren:

Zeigt man sich dann das Ergebnis mit den vorherigen Einheiten an, erkennt man auch die Vergrößerung und kann das Programm verlassen:

Jetzt nur noch das LVM Physical und Logical Volume und das Dateisystem der gewünschten Partition vergrößern und fertig:

Ergebnis: root-Partition vergrößert, ohne das System offline zu nehmen und ohne Daten zu verlieren.

 

Regular Expressions

Das ist eine Zusammenfassung für von mir häufig benötigten Regular Expressions. Ausdruck Bedeutung

Datei-Sets umbenennen

Wenn viele Dateien automatisch erzeugt werden, habe sie meistens auch einen gleichlautenden Namen. Z.B.:

Möchte man diese alle nach einem gleichlautenden Muster umbennen kann das je nach Menge ganz schön aufwendig werden. In dem gezeigten Fall möchte ich mit dem Datum beginnen und die Kalenderwoche nach hinten verschieben. Für den Linux-Admin gibt es da den Befehl mmv aus dem gleichnamigen Debian-Paket:

Dabei repräsentieren die Bezeichnungen „#1“ und „#2“ im zweiten Teil des Befehls die entsprechenden Sternchen-Bereiche (in der Reihenfolge des Auftretens) aus dem ersten Teil des Befehls.

ls-Ausgabe nach dem Befehl:

Größe von Ordner ermitteln

PMachmal sucht man nach Speicherfressern. Dann kann man sich über die folgende Zeile die Größe aller Unterordner des angegebenen Ordners (hier am Beispiel „var“) anzeigen lassen:

Diese sucht im angegebenen Ordner nach Unterordnern aber nur eine Ebene und führt für jedes Ergebnis eine Größenberechnung per „du“ durch.

Prozesse mit hoher CPU-Last ermitteln

Da die Ausgabe von „top“ nicht immer die gewünschten Informationen liefert, kann man sich die Prozesse mit hoher CPU-Last auch über „ps“ mit Sortierung anzeigen lassen:

Damit werden alle Prozesse, aber nur die angegebenen Parameter angezeigt, nach Spalte aufsteigend sortiert und die letzten 10 Zeilen wiedergegeben. (Danke an René)

Wer möchte, kann sich das ganze auch als Alias in seine .bashrc eintragen.

Unterordner packen und löschen

Die folgende Befehlszeile sucht im aktuellen Ordner alle Unterordner (keine Dateien) und packt diese als <Ordnername>.tar.gz und löscht den Originalordner.

Automatischen Start des X-Managers deaktivieren

Manch einer (wie ich z.B.) betreibt Server auf denen er ab und zu auch mal eine grafische Oberfläche benötigt. Trotzdem soll der Display-Manager nicht ständig laufen. Ist ja auch ein Server. Deswegen deaktivere ich den Dienst mit

für den Gnome Desktop Manger. Für KDE-Fans gilt das gleiche (kdm). Wenn ich die grafische Oberfläche jetzt doch brauche, kann ich ihn immer noch mit

starten.

Prozessor gezielt auslasten

Mit diesem Befehl kann man künstlich die Systemlast erhöhen. Beim Aufruf begibt sich dieser durch das angehängte „&“ direkt in den Hintergrund und kann mit „fg“ wieder zurückgeholt werden. Bei einem Mehrkernprozessor können bzw. müssen mehrere Prozesse dieser Art gestartet werden um dieses auszulasten. Kombiniert mit einem „nice“ Wert kann die erzeugte Auslastung manipuliert werden, bei laufendem Prozess kann dieses manipulieren auch mit „renice“ weiter verfeinert bzw. angepasst werden.